Wie autonom kann Kunst sein in einem System, das Sichtbarkeit monetarisiert und Aufmerksamkeit kapitalisiert? Die Gruppenausstellung SUPERMARK€T versammelt Arbeiten von Künstler:innen, die größtenteils um 1990 geboren wurden, einer Generation, die mit Finanzkrisen und digitaler Dauerpräsenz aufgewachsen ist. SUPERMARK€T inszeniert den Kunstraum als Verkaufsfläche, als Warenlager, als Bühne der Selbstvermarktung.
Walter Benjamin beschrieb den Verfall der Aura im Zeitalter technischer Reproduzierbarkeit. Heute hat sich diese Bewegung radikalisiert: Nicht das Museum stellt aus, sondern der Feed. Nicht Kennerschaft entscheidet über Relevanz, sondern der Algorithmus. Die Aura ist nicht verschwunden – sie wird geliked.
Zwischen subtiler Ironie und offener Kritik, zwischen Verweigerung und Vereinnahmung befragen die Arbeiten unser Konsum(er)leben, manche konfrontativ, manche dem Zugriff der Marktlogik bewusst entzogen.
Eintritt frei.
Alle ausgestellten Werke sind käuflich erwerbbar.